Iron Maiden Biographie
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I R O N M A I D E N Die „Eiserne Jungfrau“ („Iron Maiden“) war ein schreckliches Folter, vor allem aber Tötungswerkzeug im Mittelalter. Es war ein aufrecht stehender sargähnlicher Kasten, den man mit einer Tür öffnen konnte. Auf der Innenseite dieser „Tür“ waren annähernd hundert Metallnägel angebracht. Wenn ein Verurteilter nun in diesen Kasten gesteckt wurde, wurde die „Eiserne Jungfrau“ im wahrsten Sinne des Wortes geschlossen und die Nägel brachten dem Verurteilten einen ziemlich unangenehmen Tod. IRON MAIDEN ist aber auch der Name einer englischen HeavyMetalBand, die heute schon längst zu den bekanntesten und erfolgreichsten ihrer Musikrichtung gehört. Seit ihrem Debüt Album 1980 sind bis heute 14 StudioAlben, 8 LiveAlben und 4 Sampler erschienen. Nach ihrem hervorragenden DebütAlbum folgte der kommerzielle Durchbruch (auch bei uns) mit der LP und der gleichnamigen Single „The Number of the Beast“, mit dem sie in England die Nr. 1 der LPCharts erreichten. In den weiteren 80er Jahren stieg ihr Erfolg dermaßen, das sie gewaltige Tourneen durch viele Länder gaben, in denen sie in riesigen prall gefüllten Stadien auftraten. (Nicht nur) durch einen Sängerwechsel sank ihr Erfolg in den 90er Jahren etwas, der dann allerdings ab 2000 mit einem neuen Album und wieder vereinten BandMitgliedern umso mehr anstieg. ANFÄNGE Gegründet wurde die Band 1975 von Bassist Steve Harris; auf den BandNamen kam er durch einen Besuch in Madame Tussauds Gruselkabinett. Steve Harris: „Als ich 1977 nach meinem Architekturstudium die Band gründete und wir nach einem Namen suchten, kam ich durch ein mittelalterliches Folterinstrument im Wachsfigurenkabinett auf IRON MAIDEN. Die „Eiserne Jungfrau“ war ein Holzkasten, der innen mit Nägeln und spitzen Eisenstäben bestückt war. Darin wurden Verbrecher oder vermeintliche Hexen gequält, bis sie das gestanden, was ihre Folterer hören wollten. Und Eddie (das Markenzeichen der Band) ist in meiner Phantasie so einem Todeskasten entsprungen. Ich habe meine Phantasie dann sofort zu Papier gebracht und verwirklicht. “ DIE EISERNE JUNGFRAU Die „Eiserne Jungfrau“ ist auch heute noch ein negatives Symbol des Mittelalters, das die meisten Menschen mit Folterung und Bestrafung in dieser Zeit verbinden; doch das ist so nicht richtig. Die „Eiserne Jungfrau“ wurde relativ selten für die Folter eingesetzt, da es für diejenigen, die Antworten wollten, eine kurze Befragung wurde. Wenn die innen an der Tür angebrachten Nägel wirklich so lang waren, wären die Opfer bald durch diese Nägel gestorben, doch war das ja nicht im Sinne der Befrager. Wenn die „Eiserne Jungfrau“ für die Folter benutzt wurde, dann waren die innen angebrachten Nägel nicht so lang, um die Opfer zu töten; die Nägel waren meistens so kurz, das sie nur eben in den Körper der Menschen eindrangen, ohne lebenswichtige Organe zu verletzten, was schnell zum Tod geführt hätte. Aber auch so war die „Eiserne Jungfrau“ selten für die Folter eingesetzt worden, da auch diese Verletzungen zu starken Blutungen – also auch zum Tode führten. Ebenso selten, wie diese Foltergeräte eingesetzt wurden, ebenso selten gab es sie auch in der Realität, da sie ja für die Folter nicht so „optimal“ waren. Die meisten dieser heute noch erhaltenen Geräte entpuppten sich nach genaueren Untersuchungen als Fälschungen. Im Kriminalmuseum in Rothenburg ob der Tauber stand so eine „Eiserne Jungfrau“, in der sich die innen an der Tür angebrachten Nägel als nachträglich eingebaut und somit gefälscht herausstellten. Eine der ersten „Eisernen Jungfrauen“ soll sich bereits König Nabis von Spartanien im ersten Jahrhundert vor Chr. hat bauen lassen. Im 16. Jahrhundert breitete sich dann auch hierzulande die Kunde der „Eisernen Jungfrau“ aus, die sich bis heute – fälschlich – gehalten hat.
Iron Maiden Biografie geschrieben von Thomas Damm <tdammm@gmail.com>
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